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Solo

 

"(...) Amelie Helds Spiel mit Klangfarben wirkt in jedem Moment sinnvoll. Wo es geboten ist, wie in dem dramatisch auftrumpfenden Präludium von Nicolaus Bruhns mit seinen harten Brüchen, setzte sie auch mal auf kühne Kontraste. Eben noch haben zarte Flötenklänge mystisch geglitzert, da bricht sich mit der vollen Wucht der Prinzipale majestätische Feierlichkeit bahn. Meist jedoch sucht Amelie Held die nuancierte Schattierung bei der Wahl ihrer Pfeifenregister. Das Andante in Bachs Triosonate Nr. 4 e-moll BWV 528 klingt wie ein Duett von Violine und Traversflöte über dem sanften Bassgrund. Mozarts Andante KV 616, ein Auftragswerk für einen Musikautomaten, eine sogenannte "Flötenuhr", gibt sie tatsächlich etwas Spieluhrenhaftes mit lustig tirilierenden Flötenklängen. Erst das Atmende ihres Spiels mit dezent gesetzten Verzögerungen und Beschleunigungen "befreit" die Musik aus diesem Spieluhren-Korsett - ein interessanter Effekt! Am stärksten kommt Helds Spiel mit Klangschattierungen in Karg-Elerts Nacht-Impressionen Op. 72 heraus. Weiche, verträumte Linien wogen ganz introvertiert über verwunschenen Bass-Akkorden. Doch dann öffnet sich der Klang, indem die Organistin kräftigere, offenere Register einfließen lässt. Die Intensität steigert sich, ein geheimnisvolles Strahlen beleuchtet das Klangfirmament, ehe die Musik in die gedämpfte, in sich gekehrte Sphäre des Beginns zurücksinkt. Für Mendelssohns Sonate B-Dur ist Franz Xaver Engelfrieds Instrument von 1844 wie geschaffen. Die jubelnden Läufe des Kopfsatzes haben Glanz und kommen mit Schwung. (...) Hervorzuheben ist neben Helds Gespür für die Klangfarben auch ihr Sinn für die Rhythmik. Für starken Beifall bedankt sie sich mit Karg-Elerts Choralbearbeitung "Nun danket alle Gott", die nicht umsonst den Untertitel "Marche triomphale" trägt. Da durfte die Orgel nochmal zeigen, was in ihr steckt."

Reutlinger Generalanzeiger, 04.09.2017, "Nächtliche Impressionen" (Armin Knauer)

 

 

"Eine großartige Leistung (...) virtuos und mit innigem Ausdruck."

LippeAktuell, 23.07.2016, "Wenn der Zuhörer vor Ehrfurcht erstarrt" (bc)

 

 

"In vielerlei Hinsicht ausgereift (...) Bachs Präludium und Fuge e-moll: schlüssig und souverän. Évocation II von Thierry Escaich: rhythmisch knackig und stringent. Regers Halleluja-Fantasie hingegen: phänomenal."

Bonner Generalanzeiger, 18.03.2016, "Feinsinnige Schwerstarbeit" (Guido Krawinkel)

 

 

"(...) farbenreich registriert und klar artikuliert."

MT, 22.12.2015, "Tongebung schmeichelt dem Ohr" (Hans-Christoph Schröter)

 

 

"(...) in Klavier, Violine und Orgel gleichermaßen hochbegabt (...) schnelle Manualwechsel und eine Auflockerung durch klangliche Variabilität."

MZ, 24.04.2013, "Organisten auf hohem Niveau" (Gerhard Heldt)

 

 

Duo

 

"(...) ein ebenso abwechslungsreicher wie anspruchsvoller und künstlerisch hochkarätiger Auftritt. Beide gehören mit gerade mal Anfang 20 schon zu den mehrfach ausgezeichneten und international konzertierenden Künstlern ihrer Generation. In einem stilistisch sehr weit gespannten, deutlich über eine Stunde währenden Programm mit Werken vom Barock bis hin zur Gegenwart sorgten sie - teils als Solisten teils als Duo - für ein streckenweise überwältigendes Klangerlebnis voll ästhetisch erregender wie emotional aufrüttelnder Momente. Bachs Choralbearbeitung des alten Kirchenlieds "Schmücke dich, o liebe Seele" und sein dreisätziges Orgelkonzert d-moll gaben Amelie Held als Solistin Gelegenheit, ihre frühreife Meisterschaft und Souveränität zu demonstrieren: mit wirkungsvoller hell-dunkler Registrierung und einer Haltung meditativer Abgeklärtheit in der Liedbearbeitung zunächst, dann im d-moll-Konzert mit einer Mischung aus kontrastreicher Lebendigkeit und Durchsichtigkeit im Eingangssatz, einem betont schlicht und intim gehaltenen Largo und einem festlich-triumphalen Klangbild im Allegro-Finale. Den eigentlichen Anziehungspunkt des Konzerts bildete freilich in der hellen, nur wenig nachhallenden Akustik der Schlosskirche das faszinierende Zusammenwirken der "Königin der Instrumente" mit ihrem unerschöpflichen Farbspektrum mit dem in seiner Art nicht weniger großen Facettenreichtum der Trompete - sowohl was Phrasierungskunst wie Vielfalt und Intensität des Ausdrucks angeht (...) einen wahren Festschmaus auch für verwöhnte Ansprüche servierte das Duo Held-Höfele mit George Enescus 1906 entstandener Komposition "Legende", einer Art frei erzählender Fantasie, die von den Interpreten nicht nur größte Virtuosität sondern auch poetische Einfühlsamkeit erfordert. Simon Höfeles geschmeidige Phrasierung, beredte Artikulation und ungemein reich nuancierte Dynamik gestalteten im Verein mit der fantasievollen Registrierungskunst seiner Partnerin Enescus "Legende" zu einem fast schon märchenhaften Klangerlebnis (...) "Okna" des tschechischen Komponisten Petr Eben, das große Finale des Abends (...) minutenlanger Schlussbeifall."

Fränkische Nachrichten, 20.06.2017, "Ein wahrer Festschmaus auch für verwöhnte Ansprüche" (Thomas Hess)

 

 

Trio Céleste

 

"(...) Spieltechnische Brillanz, eleganter Schwung, Charme und jugendliche Frische."

Wolfenbütteler Zeitung, 19.09.2017, "Himmlischer Name und irdischer Genuss" (Stephan Querfurth) 

 

 

"Der Name des Trios war an diesem Abend durchaus Programm, denn die Kombination war in der Tat himmlisch: barocke Musik in einer der schönsten barocken Kirchen Bonns, dazu noch eine Orgel, die für dieses Repertoire geradezu gemacht ist (...) Amelie Held zeigte sich als ebenso versierte wie ausgezeichnete Organistin, und auch die barocken Trompetenkünste der Mitspieler Sebastian Berner und Maximilian Sutter waren gewissermaßen "state of the art"."

Bonner Generalanzeiger, 14.06.2017, "Eine himmlische Kombination" (Guido Krawinkel)